Zwangspause — Hexenschuss

Okay, klingt ziem­lich nach einem Buchti­tel… Zumin­d­est kön­nte dies eine gemeine Hexe tun, die mich Dien­stag übelst aus­brem­ste.

Moin moin liebe Leser­at­ten!

Tja, ich bin tat­säch­lich Opfer eines Hex­en­schuss­es gewor­den und diese Zwangspause tut mir ein­fach nicht gut. Gut, ich hab mehr “Freizeit”, dass ich lesen kann ohne Ende, aber der Wille sagt: Sitz da und lese in den Betreu­ungs- und Pflege­büch­ern, sowie Skripte! Ich mach ne Mis­chung aus bei­dem… Wie dem auch sei, ich wollte Dien­stag zur Buch­hand­lung (hör ich da grad ein leis­es lachen?!) und zwei Büch­er für den Lehrgang bestellen. Ich über­querte mit ner Fre­undin die Straße und da muss ein Stück uneben gewe­sen sein, was ich so nicht bemerk­te, aber der Ischi­as­nerv. Zack, da kam dann plöt­zlich dieses feine ziehen im Rück­en, als würde man mir eine lange Nadel rein schieben. Kurz ver­lor ich die Kraft im Bein, kon­nte mich aber den­noch auf bei­den Beinen hal­ten.

Ich ging also weit­er zur Buch­hand­lung, bestellte es und ging langsamen Schrittes zurück. Besorgte Blicke von zwei weit­eren Kol­legin­nen und sagte was passiert sei. Die anderen Pas­san­ten guck­ten jeden­falls vergnügt, weil ich mir ja automa­tisch mit ein­er Hand den Hin­tern hielt. Ja sor­ry Leute, das tut echt mega weh. Aber wenns nur das gewe­sen wäre. Es reg­nete an dem Tag wie irre undein LKW meinte mit vollem Kara­cho durch die Pfützen fahren zu müssen, dass wir nass wur­den (JETZT dürft Ihr lachen!).

Als ich in den Schu­lungsräu­men ankam, wieder besorgte Gesichter und der Schmerz ließ auch nicht nach. Ich suchte also unsere Kurs­be­gleitung und sprach mit unser­er “Office-Dame”. “Oh Gott, Sie soll­ten umge­hend zum Arzt!”, war die erste Reak­tion von den hohen Köpfen. Weiß ich auch, aber darf ich ein­fach so gehen? Nee, ich füllte Pflicht­be­wusst den Abwe­sen­heit­szettel aus. Und solange ich noch “Gehen” kon­nte, fuhr ich auch alleine nach Hause. Nur als ich am Bahn­steig war, bat ich meine bessere Hälfte mich vom Bahn­hof abzu­holen. Schwere Tasche, unsicher­er Gang… Das hätte auch anders enden kön­nen.
Mit gequäl­ten Lächeln stieg ich bei mir also aus und ging wie ne alte Oma nach Hause. Zwis­chen­zeitlich rief er für mich beim Arzt an.
So saß ich dann nach­mit­tags da mit Schmerzen und erzählte ihm was passiert sei. Wenns nach ihm gegan­gen wäre, die ganze Woche Zuhause bleiben, er sah aber auch dass ich wieder fahren wollte. Also IBU 800, warm hal­ten und ab und an bewe­gen.

Okay, fahren kon­nte ich dann doch nicht, da sich die Symp­to­matik verän­dert hat, also ging ich wieder hin und ohne dass ich gegen an redete, bis heute krankgeschrieben und wenn ich keine Wieder­worte mehr gebe, hats schon seine Gründe.

Die Schmerzen sind weniger und es knackt und gnub­st inzwis­chen. Heute ver­such ich das ohne Schmerzmit­tel und bin froh, wenn ich Dien­stag wieder meine Mädels um mich herum habe. Die fehlen mir schon ganz arg! Aber da ich Mor­gen die ganzen Skripte kriege, ist das Woch­enende schon voll­ständig ver­plant. Ich weiß noch nicht, wie ich das schaf­fen soll, aber der Glaube soll ja bekan­ntlich Berge ver­set­zen! Aber natür­lich werde ich hin und wieder meine Lieblings­büch­er lesen. Gottes Werk und Teufels Beitrag musste ich erst mal wegle­gen… Nicht weil es schwere Lek­türe ist… Irgend­wie schreck­en einige Dinge sehr ab. Also Stieg Lars­son und zwei mal Tess Ger­rit­sen!

Ich wün­sche Euch ein son­niges Pfin­gst­woch­enende und macht was draus und falls Ihr ein Eis fut­tert oder ordentlich am grillen seid, denkt an mich! 🙂

Euer Lese­herz

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