Einen guten Rutsch…

und kommt bitte gesund ins neue Jahr! Ja, Wei­h­nacht­en liegt, abge­se­hen von heute, hin­ter uns und jedes Jahr ist es für mich wirk­lich grausam. Jet­zt denkt Ihr, wieso, die hat doch ne Fam­i­lie? Stimmt auch, aber meine Wei­h­nacht­en als Kind waren, mehr oder weniger, der Hor­ror. Zu viele Geschenke, zu oft ein falsches Lächeln und irgend­wann schwank­te der eine oder andere ziem­lich hackedicht aus der Woh­nung. Ach ja und auf Krampf alles per­fekt haben zu wollen.

Tja, nun durfte ich gestern nach all den Jahren das Gegen­teil erleben. Es war schon im Herb­st klar, dass die gesamte Fam­i­lie meines Mannes (Eltern, Schwest­er, Schwa­ger, Nicht­en) und dementsprechend auch ich und unsere Tochter an einem Tisch sitzen sollen. Da ich auf Glu­ta­mat (Geschmacksver­stärk­er) aller­gisch reagiere, fragte man sich durch wo also nicht nur ein Tisch für 9 Per­so­n­en frei ist, son­dern wer auch ohne diesen Zusatz kocht. Diesen “Aufwand” finde ich nach wie vor total süß! So nun saß ich hier schon Heili­ga­bend mit Magen­grum­meln und leicht­en Angstschüben. Gestern Vor­mit­tag wurde es, ver­ständlicher­weise, schlim­mer und wollte absprin­gen. Ich kenne diese Har­monie halt nicht und das man, egal was war, auch zusam­men diese Dinge auch durch­ste­ht. Also mit Bach­blüten zu gek­nallt und großer Runde Yoga fuhr ich mit Schweißhän­den hin.

Die große Nichte meines Mannes holte uns über­raschen­der­weise vom Bus ab. Nein, ich zit­terte nicht nur äußer­lich vor Kälte son­dern auch inner­lich vor Angst. Im Restau­rant eingetrudelt wur­den wir wirk­lich her­zlich und warm begrüßt. Die Umar­mungen dauerten länger und man sel­ber brachte dann auch das “Fro­he Wei­h­nacht­en” über die Lip­pen, wenn auch mitm mega dick­en Kloß im Hals. Zwis­chen Essen und Gelächter ver­suchte ich also diese Geschehnisse, die mich da am Tisch ein­holten, zu ver­ar­beit­en. Ja, meine Schwiegerel­tern wis­sen, dass ich kein gutes Ver­hält­nis zu mein­er Fam­i­lie habe und ich wurde gefragt, ob ich mit mein­er Mut­ter schon tele­foniert hätte. Wums, da war der Faustschlag in der Magen­grube. Was machst jet­zt? Guck­te böse, aber warum? Man hat mir nix getan, son­dern nur gefragt. Ich sagte nein, dass da schon lange nix mehr ist und das Gesicht von der fra­gen­den Per­son war nicht pos­i­tiv. Aber genau das wis­chte man weg — das Gefühl die Faust im Magen zu haben. Das Essen mega­leck­er, Sprüchen und philoso­phierten Zitat­en vom Ohn­sorg The­ater macht­en wir drei uns bald wieder auf den Weg…

So, nun hab ich wenig geschlafen da ich nicht zur Ruhe kam und häkelte sog­ar noch. Also erst nach Mit­ter­nacht wirk­lich eingeschlafen und um 5 Uhr wieder munter, gele­sen und gegrü­belt.

Das Ganze muss ich jet­zt Stück für Stück ver­ar­beit­en und ich bitte Euch um eines: es muss nicht per­fekt sein! Wed­er das Essen, noch die Geschenke oder Du selb­st. Du machst es mit Dein­er Anwe­sen­heit per­fekt, wenn man Dich so liebt wie Du bist! Meine Schwiegerel­tern waren zutief­st dankbar, dass wir alle da waren und sie wün­schen sich, dass es bald wieder passiert (Nicht­en, Schwa­ger und Schwest­er (also meine Schwägerin) wohnen in NRW…), denn man wisse ja nie und sie haben recht! Wobei es ja nicht an uns liegen soll… Die Ent­fer­nung ist manch­mal ziem­lich… kacke…

Rutscht gut rein und viel Spaß im neuen Bücher­jahr! Soll ja gut wer­den 😉

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