Wenn das Leben wendet…

… kannst Du Dir natür­lich über­legen, ob Du die Segel set­zt oder von Bord springst.

Verän­derun­gen kön­nen belas­tend sein, aber das ganze Leben ist VERÄNDERUNG! Daran kann man nun mal nichts ändern. Entwed­er man beugt sich dem oder man ren­nt weg. Viele von Euch wussten, dass Nach­wuchs unter­wegs gewe­sen ist und das dementsprechend der Blog lange still gewe­sen ist. Gut, viel kann ich immer noch nicht machen aber ich komme zumin­d­est zum lesen. Nicht so viel wie vor drei Monat­en aber mein Gnubbel ist ab und an gnädig mit mir. Aber ger­ade da ist der Wen­depunkt! Zwar ver­lief die Schwanger­schaft prob­lem­los (mein Gott, die ganzen 9 Monate waren ein Traum, abge­se­hen von den typ­is­chen Wehwe­hchen!) aber die Geburt nicht. Ich gehe nicht ins Detail, da es von Anfang an nur einen sehr kleinen und engen Kreis gab und der sollte auch so beste­hen bleiben. Was ich zumin­d­est sagen kann: nicht nur mir ging es hun­dee­lend (jet­zt denkt ein­er bes­timmt: eine Geburt tut weh. Stimmt, und ich kann Schmerzen dur­chaus ertra­gen…) son­dern auch dem ganz Kleinen, dass es wenige Stun­den ins andere Kranken­haus ging auf die Kinder­in­ten­siv. 48 Stun­den bös­es Ban­gen und erst dann kon­nte man Ent­war­nung geben, aber zwei Wochen lang den Gang auf und ab zu gehen, das Gepiepe der Mon­i­tore hält nicht jed­er durch. Wir bei­de, aber doch beson­ders unser Sohn ist dem da oben ger­ade noch so von der Schippe gesprun­gen. Der Gedanke und auch die Angst, OHNE ihn das Kranken­haus ver­lassen zu müssen wog schw­er und tat weh. Heute, drei Monate später, geht es ihm gut. Zwar sind da noch zwei kleine Baustellen aber die sind, im Gegen­satz zu dem, was wir erlei­den mussten “lach­haft”.

Nun sehe ich die Blät­ter fall­en und man fängt an zurück zu blick­en… Das Jahr war DIE rein­ste Verän­derung. Wir erhiel­ten materiellen Nach­wuchs, der uns aus den Klauen des ÖPNV löste, es dann aber auch klar war, andere Dinge abzus­toßen. Man räumte nach der Geburt und sobald man bzw. Frau sich berap­pelt hat­te, ne Woh­nung und rück­te in mein­er enger zusam­men. Plöt­zlich stand dann unsere Hochzeit vor der Tür. Da ich ein Schei­dungskind bin, haben meine Erzeuger mir natür­lich das Ver­mächt­nis “Angst” über­lassen. Da gegen erst­mal anzukämpfen kostete Kraft. Den­noch schip­perten wir gemein­sam in den Hafen der Ehe… Die Truppe war mehr als har­monisch, was ich noch nie erlebt habe und da war das Zeichen, dass es so sein sollte. Aber zwis­chen diesen Din­gen erlebte ich einen weit­eren Bruch der Fam­i­lie mein­er­seits. Plöt­zlich ging man auseinan­der, schob sich manche Dinge zu, dass der Schuh ein­fach nicht passte.

Doch nun wech­sel ich mal die Per­spek­tive! Unsere Große machte nun den großen Sprung auf die weit­er­führende Schule und man mag es kaum glauben, was für uns aber klar war: sie bringt gute Noten nach Hause! Bish­er ist wed­er eine 4, eine 5 noch eine 6 gekom­men! Mit 2en und 3en geben wir uns sehr zufrieden! Wir hören nur noch pos­i­tives aus der neuen Klasse, das man diese Sorge eben­falls los ist.

Wie man lesen kann, kann ich mich etwas entspan­nter zurück­lehnen trotz der min­i­malen Baustellen, die noch unser All­t­ag bes­tim­men. Aber der Kleine ist Zuhause, es geht ihm gut. Die Große hat sich auf der neuen Schule gut ein­gelebt… Was wollen wir mehr?!

Genießt den Herb­st in vollen Zügen!

Es grüßt Euch,

Euer Lese­herz